Buenos días,
Ich hoffe euch geht es gut, und die Kälte macht euch nicht zu sehr zu schaffen. Hier ist es nachwievor sommerlich, auch wenn es zwischendurch immerwieder sehr heftige Regenfälle gibt. Mir ist garnicht bewusst gewesen, dass ich shon wieder nen ganzen Monat nix hab von mir hören lassen. Der Urlaub liegt gefühlt noch so nahe, dabei ist es son wieder Mitte Februar...etwas unheimlich, dass es so schnell geht...
Seit Samstag bin ich wieder in Ibagué und seit Montag arbeite ich. Es läuft alles sehr langsam an. Das hat damit zu tun, dass alle bis zum 19.01 Urlaub hatten und das fast einen Monat nicht gearbeitet wurde. Mein Kollege Daniel arbeitet noch nicht, weils noch nicht genügend zu tun gibt. Das heisst wir warten noch auf die Geldplanung seitens der fundación die unser Projekt finanziert, damit wir dann anschliessend Aktionen und Workshops planen können. Aufgrund der auch hier spürbaren Finanzkrise wird also solange es geht gespart.
Die Wochen nach dem Urlaub, von dem Ich ja schon eingehend berichtet habe war ich in Bolivien, Libano und Medellín. In Bolivien habe ich einen Freund (Johannes) in Cochabamba (ca.1,5 mio Einwohner) besucht. Er arbeitet in einem Heim für Strassenkinder. Ich war einen Tag mit ihm unterwegs und hab gemerkt, wie hart sein Job bzw. das Leben im Heim ist. Gewalt ist nicht nur unter den Kindern normal, sondern auch seitens der Erzieher an der Tagesordnung. Die Grösseren missbrauchen die Kleineren und sobald sie können haben alle ne Kleberflasche unter der Nase. Auf der anderen Seite gibt es auch wirklich Kinder, die über die Förderung des Heims (Tischlerlehre, Mechaniker etc. und Schulbildung) den Ausstieg schaffen. Nach drei Tagen in Cochabamba bin ich mit Johannes zusammen zum Zwischenseminar nach Santa Cruz geflogen. Hier haben wir uns mit weiteren 34 Freiwilligen getroffen und eine sehr tolle, interessante und abwechslungsreiche Woche verbracht. Ein bisschen habe ich mich wie „Zuhause“ das heisst Deutschland gefühlt. Nur Deutsch reden, es gab sogar mal Vollkornbrot etc. Dazu kam, dass aufgrund der Verfassungsabstimmung in Bolivien an unserem WE äusserst Strenge regeln galten. Es gab kein Alkohol, Sonntag durften die Autos nicht fahren und Kneipen und Discos waren geschlossen...wir haben unsere eigene Party geschmissen ;)
Direkt von dortaus ging es am 27.01 per Flieger über Lima (Peru) nach Bogotá (mit 2 deutschen Frewilligen, die auch aus Aachen kommen und in Kolumbien einen Frewilligendienst machen). Dort sind wir von unseren Deutschen Partnern, dass heisst in meinem Fall, der für den Austausch verantwortlichen der KJG Aachen abgeholt worden. Nach einer dreitägigen Auswertungen mit unseren deutschen und Kolumbianischen Organisationen in Libano (das Dorf in dem die anderen 2 arbeiten), habe ich mich nochmal nach Medellín aufgemacht. Mirijam (KJG Aachen) war das erste Mal hier und so habe ich mit Ihr das Red besucht und Medellín gezeigt. Gleichzeitig hatte ich nochmal die Möglichkeit jede Menge Leute zu treffen.
Zurück nach Ibagué. Ich habe die erste Woche in der Männer WG fast hinter mir und bin (abgesehen vom Haus) sehr zuversichtlich, dass ich so die nächsten 6 Monate leben kann. Wir werden jedoch nochmal umziehen (das heisst für mich das vierte Mal...), da die Dusche ein Loch im Boden hat und das Wasser in die Decke des EG läuft. Ausserdem hat das Haus kein Gas, was bedeutet, dass wir uns nix kochen können...noch nicht so optimal aber das kriegen wir schon hin.
Viele Grüsse aus Ibagué...ich freue mich über Rückmeldungen :)
Lukas
Donnerstag, 12. Februar 2009
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