Freitag, 26. Juni 2009

Urlaub und wie es weitergeht.

Hallo Ihr,
Hier ein längst überfälliger Bericht (von mir) über die letzten 2 Wochen mit meinen Eltern und etwas mehr. Aktuelle ist natürlich auch wieder einiges neues zu Berichten, nur das mein Schreibinteresse etwas gesunken ist....deshalb habe ich den Blog etwas vernachlässigt. Ausserdem sind aktuell die "Fiestas von Ibagué" das heisst eingentlich Folklore-Umzüge, die sowohl Umzugs- als auch Alkoholmässig stark an Karneval erinnern. Es sind super viele Leute auf der Strasse zum Feiern und man findet kaum Platz in einer Kneipe, Disco etc. Nebenbei sind Schulferien und ich glaube wir sind die einzigen hier, die in dieser Zeit des Jahres arbeiten (abgesehen von den Supermarkt angestellten, die auch Sonn-und Feiertags immer bis 9 abends geöffnet sind....

So aber jetzt erstmal zum vergangenen....hier der Bericht. Vielleicht folgt noch eine ausführliche Version von Stephan!


Nach der ersten Woche in Ibagué ging es per Nachtbus nach Medellín. Hierbei die erste Aufregung. Denn der Bus, der eigentlich um 12 Uhr in Ibagué eintreffen und nach Medelín weiterfahren sollte kam leider komplett voll. So blieb uns als einzige Möglichkeit bis um 3 Uhr früh am Terminal zu warten. Am Mittag in Medellín angekommen haben wir bei Sandra (eine Freundin von mir) Quartier bezogen. Sie wohnt in einem einfachen barrio, hat dort eine kleine gemütliche Wohnung. Die Tage in Medellín sind wie im Flug vergangen und so haben wir leider nicht alles geschafft, was zuerst angedacht war. Zumindest aber sind wir in die Stadtberühmte Metrocable und haben eigentlich alle interessanten “Touri”-Ziele der Stadt erkundet. Das Red Juvenil war nach einem ersten Kennenlernen darauf immer wieder Pausenpunkt. Auch hier in Medellín wird einem der Kontrast immer wieder bewusst. Ob es die Kaugumiiverkaufenden Kinder oder die einfachen Bettler sind, immer wieder sieht man die Armut, die in den Randbezirken der Stadt und auf dem Land noch wesentlich gravierender ist.
Genau diesen Eindruck haben wir dann auch am Sonntagmorgen bekommen, nachdem wir von Medellín per Nachtbus nach Cartagena gefahren sind. Der Terminal in Cartagena, der vllt. touristischsten Stadt Kolumbiens liegt sehr weit ausserhalb, sodass man einen Eindruck der eigentlichen Stadt bekommt. Das historische Stadtzentrum, das innerhalb der alten Stadtmauer liegt fühlt sich da an wie ein Besuch im Phantasialand ;) Wunderschön restaurierte Häuser, Gässchen, Parks, Cafés. Aber Preise wie in Europa und eine unglaubliche Hitze ohne verfügbaren Badestrand haben uns nach nur 2 Nächten weitergetrieben.
Die nächste Station hiess Nationalpark Tayrona. Dieser Nationalpark, der in der Nähe Santa Martas an der KAribikküste ist, ist uns in den 6 Tagen dort mehr als ans Herz gewachsen. Aus den ursprünglich 3 Nächten wurden kurzerhand 5…warum brauch ich denke ich nicht zu erklären…denn die Fotos sprechen für sich.
Durch die unberührten Buchten und dem tollem Klima hätten wir fast vergessen, wo wir waren…die Realität hat uns jedoch schnell wieder zurückgeholt, nachdem wir uns auf den “Rückweg in den Süden” machten. Nach einer Nacht in Santa Marta in einem, sagen wir mal sehr einfachen Hotel, gings per Flieger nach Bogotá zurück. Hier konnten wir uns abends mit den Eltern von Jiovanni treffen (das ist ein kol. AFS Austauschschüler, der aufs Couven Gymnasium geht, und zur Zeit bei “uns” in Vaals wohnt). Der Dienstag vorm Abflug gab uns noch Zeit für eine kleine Stadtour mit Ausflug auf den Hausberg von Bogotá, der auf 3200m Höhe liegt (Bogotá liegt auf 2600m). Diese Tour haben wir mal wieder den Freunden aus Ibagué zu verdanken, die per Taxi und Restgepäck nach Bogotá gekommen waren.
Dieser Reisebericht gibt einen kurzen Überblick, jedoch ist es sicherlich spannender mit Andrea und Stephan mal in echt drüber zu quatschen und vielleicht mal ein para Fotos erklärt zu bekommen. Also scheut euch nicht und meldet euch… ob bei mir, meinen Eltern, über Internet, Telefon oder wie auch immer!
Viele liebe Grüsse
Lukas

Hier weitere Fotos:

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